Datenmengen-Umrechner

So funktioniert der Datenmengen-Umrechner

Du gibst eine Menge und ihre Einheit ein und bekommst sie in jeder anderen zurück – von Bit und Byte über Kilo-, Mega-, Giga- und Terabyte bis zu den IEC-Einheiten Kibibyte, Mebibyte, Gibibyte und Tebibyte. Der Rechner zeigt beide Systeme immer nebeneinander, und genau darin liegt sein Nutzen: Fast jede Verwirrung um Speicherplatz entsteht daran, dass Hersteller in Tausenderschritten rechnen und Windows in Zweierpotenzen.

Zwei weitere Modi kommen dazu. Der Downloadzeit-Modus rechnet aus, wie lange eine Datei über eine bestimmte Leitung braucht, und zwar wahlweise theoretisch oder mit realistischem Abschlag für Protokoll-Overhead – dazu ein Vergleichsband über fünf gängige Anschlussgeschwindigkeiten. Der Volumen-Modus dreht die Frage um: Wie viele Stunden reicht ein mobiles Datenvolumen bei einer bestimmten Nutzung, und wie viele Minuten sind das pro Tag?

Die beiden Systeme

SI (Dezimal): 1 kB = 1.000 Byte · 1 MB = 1.000 kB · 1 GB = 1.000 MB · 1 TB = 1.000 GB
IEC (Binär): 1 KiB = 1.024 Byte · 1 MiB = 1.024 KiB · 1 GiB = 1.024 MiB · 1 TiB = 1.024 GiB
1 Byte = 8 Bit

Beide Systeme sind normiert und beide sind richtig – sie beschreiben nur verschiedene Dinge. Das Präfix Kilo bedeutet im internationalen Einheitensystem seit jeher tausend, deshalb verkaufen Festplattenhersteller ein Terabyte als eine Billion Byte. Computer adressieren Speicher aber in Zweierpotenzen, und dort ist die nächstliegende runde Zahl 1.024. Um den Streit zu beenden, führte die Internationale Elektrotechnische Kommission 1998 die Vorsilben Kibi, Mebi, Gibi und Tebi für die Zweierpotenzen ein.

Warum die 1-TB-Platte nur 931 GB zeigt

AufdruckTatsächlich in ByteWindows zeigtDifferenz
1 GB1.000.000.000953,67 MB7,4 %
256 GB256.000.000.000238,42 GB7,4 %
500 GB500.000.000.000465,66 GB7,4 %
1 TB1.000.000.000.000931,32 GB7,4 %
2 TB2.000.000.000.0001,82 TB10,0 %
8 TB8.000.000.000.0007,28 TB10,0 %
Alle Werte aus Durchläufen des Rechners auf dieser Seite. Windows rechnet in Zweierpotenzen, beschriftet das Ergebnis aber mit dem SI-Kürzel GB statt GiB.

Es fehlt also kein einziges Byte. Die Platte enthält exakt so viel, wie draufsteht – Windows misst nur mit einem anderen Lineal und schreibt trotzdem die alte Einheit daran. macOS und die meisten Linux-Dateimanager zeigen seit Jahren dezimal an und kommen deshalb auf das gleiche Ergebnis wie der Aufdruck. Bei Speicherkarten und SSDs kommt zusätzlich ein kleiner Anteil für Verwaltung und Reservezellen dazu, der gar nicht erst als nutzbarer Platz erscheint.

Der Faktor 8: Mbit/s ist nicht MB/s

Der zweithäufigste Irrtum betrifft die Internetleitung. Dateien werden in Byte gemessen, Übertragungsraten in Bit pro Sekunde – und ein Byte sind acht Bit. Ein Anschluss mit 50 Mbit/s liefert deshalb im besten Fall 6,25 Megabyte pro Sekunde, nicht 50. Wer die beworbene Zahl direkt als Megabyte liest, unterschätzt jede Downloadzeit um den Faktor acht.

AnschlussTheoretischRealistisch (90 %)5 GB Film
16 Mbit/s (DSL)2,0 MB/s1,8 MB/s46 min 18 s
50 Mbit/s6,25 MB/s5,63 MB/s14 min 49 s
100 Mbit/s12,5 MB/s11,25 MB/s7 min 24 s
250 Mbit/s (Kabel)31,25 MB/s28,13 MB/s2 min 58 s
1.000 Mbit/s (Glasfaser)125 MB/s112,5 MB/s44,4 Sekunden
Alle Werte aus Durchläufen des Rechners auf dieser Seite.

Die 90 Prozent sind kein Sicherheitsabschlag ins Blaue, sondern der übliche Anteil, der nach Abzug der Steuerdaten von Protokollen wie TCP und IP übrig bleibt. Wer über WLAN lädt, zur Hauptzeit am Abend oder von einem ausgelasteten Server, sollte eher mit 70 Prozent rechnen. Und maßgeblich ist immer das langsamste Glied der Kette: Eine Glasfaserleitung nützt nichts, wenn der alte WLAN-Router nur 60 Mbit/s durchreicht.

Wie weit reicht ein Datenvolumen?

Nutzungca. pro Stunde5 GB reichen für20 GB reichen für
Video in 4K7 GB0,71 Stunden2,86 Stunden
Video in HD (1080p)3 GB1,67 Stunden6,67 Stunden
Videotelefonie1,2 GB4,17 Stunden16,67 Stunden
Video in SD (480p)0,7 GB7,14 Stunden28,57 Stunden
Social Media mit Autoplay0,6 GB8,33 Stunden33,33 Stunden
Musik-Streaming (hohe Qualität)0,15 GB33,33 Stunden133,33 Stunden
Online-Gaming (ohne Downloads)0,08 GB62,5 Stunden250 Stunden
Surfen, Mail, Messenger0,06 GB83,33 Stunden333,33 Stunden
Erfahrungswerte für die übliche Voreinstellung gängiger Apps; Stundenangaben aus Durchläufen des Rechners auf dieser Seite.

Die entscheidende Zahl steht nicht auf dem Werbeplakat, sondern ergibt sich erst aus der Division: 20 GB klingen viel, reichen bei Video in HD aber nur für gut 13 Minuten am Tag. Wer den Tarif danach aussucht, wie er tatsächlich nutzt, spart oft mehr als durch jeden Anbieterwechsel. Zwei Stellschrauben wirken sofort: In den Apps die Streaming-Qualität für das Mobilfunknetz herunterstellen und Playlists sowie Offline-Karten zu Hause im WLAN vorladen.

Häufige Fragen

Wie viele MB sind 1 GB?

Nach dem internationalen Einheitensystem und der Abrechnung aller Mobilfunkanbieter sind 1 GB genau 1.000 MB. Windows und viele ältere Programme rechnen dagegen mit 1.024 – das ist streng genommen 1 GiB, ein Gibibyte. Für die Frage, ob das Datenvolumen reicht, gilt immer die Anbieterrechnung mit 1.000.

Warum ist mein neuer USB-Stick kleiner als angegeben?

Aus demselben Grund wie bei der Festplatte: Der Hersteller rechnet mit Tausenderschritten, das Betriebssystem mit Zweierpotenzen. Ein 64-GB-Stick zeigt deshalb rund 59,6 GB an. Dazu kommt bei manchen Sticks noch der Platz für das Dateisystem. Verloren geht nichts, es ist nur eine andere Zählweise – der Rechner oben zeigt beide Werte parallel.

Wie rechne ich Mbit/s in MB/s um?

Durch 8 teilen. 50 Mbit/s sind 6,25 MB/s, 100 Mbit/s sind 12,5 MB/s, 1.000 Mbit/s sind 125 MB/s. In der Praxis kommen davon etwa 90 Prozent an, weil jedes Datenpaket zusätzlich Adress- und Prüfinformationen mitträgt. Merkhilfe: Ein kleines b steht für Bit, ein großes B für Byte.

Wie groß ist eigentlich ein Foto oder ein Song?

Ein Handyfoto liegt je nach Kamera und Auflösung bei rund 3 bis 5 MB, ein Foto im RAW-Format bei 20 bis 40 MB. Ein Song als MP3 in guter Qualität belegt etwa 4 bis 6 MB, eine Minute Sprachnachricht unter 1 MB. Eine Stunde Video in HD schlägt mit rund 3 GB zu Buche, in 4K mit gut dem Doppelten. Der Rechner gibt diese Vergleiche zu jeder Menge automatisch mit aus.

Was bedeuten KiB, MiB und GiB?

Das sind die 1998 von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission eingeführten Einheiten für Zweierpotenzen: Kibibyte, Mebibyte und Gibibyte, jeweils der Faktor 1.024. Sie machen eindeutig, was gemeint ist, und werden vor allem unter Linux, in Fachliteratur und in Normen verwendet. Windows benutzt intern dieselben Werte, beschriftet sie aber weiterhin mit KB, MB und GB – daher die scheinbare Differenz.

Warum lädt mein Download langsamer als berechnet?

Weil immer das schwächste Glied entscheidet. Häufige Bremsen sind ein älterer WLAN-Standard oder eine schlechte Funkverbindung, ein ausgelasteter Server auf der Gegenseite, eine langsame Festplatte beim Schreiben, gleichzeitige Streams anderer Geräte im Haushalt oder eine Drosselung nach Verbrauch des Datenvolumens. Der vorsichtige Modus mit 70 Prozent im Rechner bildet solche Alltagsbedingungen ab.

Quellen

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