So funktioniert der Ferienrechner
Wähle dein Bundesland, und der Rechner sagt dir sofort, woran du bist. Läufst du gerade durch einen Ferienblock, zeigt er das Enddatum und die noch verbleibenden Ferientage. Ist gerade Schule, zeigt er den nächsten Ferienbeginn samt Countdown in Tagen und der Dauer des kommenden Blocks. Darunter listet der Rechner alle weiteren bekannten Termine deines Bundeslandes auf – bis einschließlich der Sommerferien 2027: Herbst-, Weihnachts-, Winter- (beziehungsweise Fasching-), Oster-, Pfingst- und Sommerferien, jeweils nur die Ferienarten, die dein Bundesland auch wirklich hat.
Warum 16 verschiedene Kalender
Bildung ist in Deutschland Ländersache (Art. 30 und 70 Grundgesetz), und dazu gehört auch der Ferienkalender. Würden alle 16 Bundesländer gleichzeitig in die Sommerferien starten, kämen Autobahnen und Ferienregionen an einem einzigen Wochenende an ihre Grenzen. Deshalb stimmt die Kultusministerkonferenz (KMK) – das gemeinsame Gremium der Landes-Kultusminister – vor allem die Sommerferientermine in einer festen Rotation mehrere Jahre im Voraus ab. Wer 2027 spät dran ist, war es 2022 früh und ist es in ein paar Jahren wieder. Bei den übrigen Ferien (Herbst, Weihnachten, Ostern) ist die Streuung geringer, weil sie enger an kirchliche Feiertage und das Schuljahresende gekoppelt sind.
Beide Tage einer Ferienperiode zählen mit – wer vom 23.12. bis zum 06.01. frei hat, hat nicht 14, sondern genau 15 Ferientage. Dieselbe Zählweise verwendet der Rechner für alle Zeiträume und für den Countdown bis zum nächsten Ferienbeginn.
Sommerferien 2027 im Vergleich
Sortiert nach Beginn – die Spanne zwischen dem ersten und dem letzten Bundesland beträgt fünf Wochen:
| Bundesland | Beginn | Ende | Dauer |
|---|---|---|---|
| Hessen | 28.06.2027 | 06.08.2027 | 40 Tage |
| Rheinland-Pfalz | 28.06.2027 | 06.08.2027 | 40 Tage |
| Saarland | 28.06.2027 | 06.08.2027 | 40 Tage |
| Berlin | 01.07.2027 | 14.08.2027 | 45 Tage |
| Brandenburg | 01.07.2027 | 14.08.2027 | 45 Tage |
| Hamburg | 01.07.2027 | 11.08.2027 | 42 Tage |
| Schleswig-Holstein | 03.07.2027 | 14.08.2027 | 43 Tage |
| Mecklenburg-Vorpommern | 05.07.2027 | 14.08.2027 | 41 Tage |
| Bremen | 08.07.2027 | 18.08.2027 | 42 Tage |
| Niedersachsen | 08.07.2027 | 18.08.2027 | 42 Tage |
| Sachsen | 10.07.2027 | 20.08.2027 | 42 Tage |
| Sachsen-Anhalt | 10.07.2027 | 20.08.2027 | 42 Tage |
| Thüringen | 10.07.2027 | 20.08.2027 | 42 Tage |
| Nordrhein-Westfalen | 19.07.2027 | 31.08.2027 | 44 Tage |
| Baden-Württemberg | 29.07.2027 | 11.09.2027 | 45 Tage |
| Bayern | 02.08.2027 | 13.09.2027 | 43 Tage |
| Nach dem offiziellen Ferienkalender der Kultusministerkonferenz. Die Gesamtdauer schwankt zwischen 40 und 45 Tagen – Bildungsministerien begrenzen die Sommerferien meist auf sechs Wochen plus wenige Tage. | |||
Nicht jedes Bundesland hat jede Ferienart
Winterferien (oft „Faschingsferien“ genannt) gibt es 2027 nur in neun Ländern – unter anderem in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein kennen keinen eigenen Winterblock, dafür oft etwas längere Weihnachtsferien. Pfingstferien als mehrtägiger Block gibt es vor allem in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern) sowie in einigen norddeutschen und ostdeutschen Ländern; andere Länder haben stattdessen nur einen einzelnen beweglichen Ferientag rund um Christi Himmelfahrt oder Pfingstmontag, der schulintern festgelegt wird und deshalb nicht bundesweit einheitlich als Ferienblock erfasst ist. Eine Besonderheit ist Hamburg: Dort heißen die Osterferien offiziell „Frühjahrsferien“ und die Pfingstferien „Maiferien“ – die Termine liegen entsprechend anders als in den übrigen Ländern.
Häufige Fragen
Warum sind die Sommerferien nicht überall gleich lang?
Weil jedes Bundesland sein Schuljahr eigenständig plant. Die KMK gibt nur den ungefähren Rahmen und die Reihenfolge vor, in der die Länder starten – die genaue Dauer, meist zwischen 40 und 45 Tagen, legt jedes Kultusministerium selbst fest, auch mit Blick auf bewegliche Feiertage und lokale Besonderheiten.
Woher stammen die Termine?
Aus dem offiziellen Ferienkalender der Kultusministerkonferenz (KMK), der die von den 16 Landesregierungen beschlossenen Termine bündelt. Deutschland legt Ferientermine üblicherweise vier bis fünf Jahre im Voraus fest, damit sich Familien, Reiseveranstalter und Schulen frühzeitig planen können.
Was bedeutet „bewegliche Ferientage“?
Manche Länder legen zusätzlich zu den festen Blöcken ein bis zwei einzelne unterrichtsfreie Tage fest, oft rund um Christi Himmelfahrt oder den Reformationstag – Schulen dürfen diese teils selbst terminieren. Sie zählen nicht als eigener Ferienblock und tauchen deshalb in diesem Rechner nicht als separate Zeile auf.
Gilt der Rechner auch für Betriebsferien oder Kita-Schließzeiten?
Nein. Der Rechner bildet ausschließlich die staatlich festgelegten Schulferien ab. Kitas, Horte und einzelne Betriebe legen ihre Schließzeiten unabhängig davon fest, orientieren sich in der Praxis aber häufig an denselben Terminen.
Was passiert, wenn ich das Bundesland wechsle?
Der Rechner zeigt für jedes gewählte Bundesland ausschließlich dessen eigenen Kalender an – die Ferien deines bisherigen Bundeslandes spielen für die Anzeige keine Rolle mehr. Für einen direkten Vergleich einfach zweimal nacheinander wählen.
Quellen
- Kultusministerkonferenz (KMK), offizieller Ferienkalender für die Schuljahre 2026/27 – Grundlage aller auf dieser Seite verwendeten Termine.
- Art. 30, 70 Grundgesetz – Bildungshoheit der Länder als Grundlage eigener Ferienordnungen.
- Kultusministerkonferenz, Übersicht zur langfristigen Sommerferienregelung – Rotationsprinzip der Sommerferientermine.
- Alle Tabellenwerte dieser Seite stammen aus dem offiziellen KMK-Ferienkalender bzw. aus Durchläufen des Rechners auf dieser Seite.
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